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2025/06/23 Das Handelsblatt macht am Montagmorgen auf mit "Experten erwarten Ölpreis über $100."  Den befürchtete Anstieg der Ölpreise hatte ich bereits in meinem aktuellen Podcastbeitrag disktuiert, der am Samstag gegen Abend auf YouTube online gegangen ist. Hier hatte ich die Gründe des potenziellen Ölpreisanstiegs besprochen und mich dabei auf die Ausführungen des Chefvolkswirts der HC-Bank, Dr. Cyrus de la Rubia, berufen. Am Samstag hatte sich der Eintritt der USA (die Bild titelt am Sonntagmorgen mit "USA trit in den Krieg ein") bereits abgezeichnet.


zum erwähnten Podcast-Beitrag

Kommentar zum Wochenstart und Rückschau aufs Wochenende

Die vor uns liegende 26. Kalenderwoche markiert nicht nur die Jahreshalbzeit des Jahres 2025, sie dürfte auch richtungsentscheidend im Hinblick auf den neuen Nahost-Konflikt werden. Gibt der Iran nach dem Eintritt der USA klein bei - das scheint ja die Hoffnung vieler Aussenpolitiker und von Donald Trump zu sein, während er "mit weiteren Angriffen droht". Ein Experte sagte, vor dem Kriegseintritt der USA am Wochenende "treten die USA ein, müssen Russland und China ebenfalls etwas machen " . Wir schauen also, wie sich genau diese beiden Großmächte, Russland und China, in dieser Woche verhalten. Der Iran-Aussenminister erklärte in seiner gestrigen Pressekonferenz, deren Übertragung ich auf FOX NOW mitverfolgt habe, er hätte am Montagmorgen einen Gesprächstermin in Moskau. In der Pressekonferenz hat der Außenminister übriegns die "Drecksarbeit"-Formulierung des deutschen Kanzlers Friedrich Merz explizit zitiert. Von China kam in der Nacht die Aufforderung zur Mäßigung an alle Parteien, insbesondere an Israel.


Der Ölpreis steigt zur Stunde (08:30 CET) deutlich an, das Barrel WTI kostet $75,08 (+1,39%), Brent wird für $78,22 (+1,16%) gehandelt.


Interessante und weiterführende Links zum Thema: politische Reaktionen nach dem USA-Angrif

Live-Berichterstattung mit Webcam-Bildern aus Israel, sendet im Regelfall die ganze Nacht bis in den Morgen


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zum Autor: Richard Nitzsche (M.Sc.) hat nach seiner Banklehre bei der Frankfurter Sparkasse Finance & Economics an der Frankfurt School und den USA (Colorado) studiert. Nach Jahren im Sales & Trading, auch bei der Frankzösischen Großbank BNP-Paribas, hat er 2012 das Unternehmen Nitzsche Immobilien gegründet, mit dem er Käufer und Verkäufer von Wohnimmobilien bei ihren Transaktionen begleitet. Richard Nitzsche ist außerdem bekannt für seinen wöchentlichen Immobilienpodcast, mit dem er regelmäßig das Big Picture hinter den Immobilienpreisen analysiert, aber auch ganz konkret Ratschläge zum Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien gibt. Seit 2025 bietet Richard Nitzsche außerdem deutschlandweit unabhängige Käufer- und Verkäuferberatung an.






Auch wenn die Medien wieder über steigende Immobilienpreise berichten, ist klar: Verglichen mit den Hochzeiten 2022 schwächet der Markt für Wohnimmobilien noch immer. Eine Menge Unternehmen aus Bauträger- und Entwicklerbereich kämpfen ums Überleben. Ein prominentes Beispiel ist der bekannte Baulöwe Christoph Gröner, dessen Holding Gröner Group sich laut BILD im Artikel vom 27.05.2025 im Insolvenzverfahren befindet. Ich habe Gröner zwei Mal getroffen und seinen Aufstieg sozusagen über die Jahre begleitet. In seinem Windschatten folgen jedoch tausende kleinere Bauunternehmer, die im Immobilienboom groß geworden sind - bei denen im BUST jedoch klar wird, dass sie von der Materie dann doch nicht so viel verstehen, wie sie vielleicht selbst dachten: Schlecht strukturierte Finanzierungen, verplante Gebäude- und Wohnungsschnitte, die sich zwar im Boom gut verkaufen ließen, von denen Käufer heute jedoch lieber (und zurecht) die Finger lassen. Zu den Problemen im Bausektor äußert sich auch mein Immobilien-Stargast Dr. Dominik Benner im neusten Interview auf meinem YouTube-Kanal.


Aber auch im Immobilien-Maklerbereich werden kleinere Brötchen gebacken: Das Unternehmen McMakler steckt laut Medienberichten, bspw. Business Insider, weiterhin in der Krise. Jüngst gab es zudem Ermittlungen bei diversen Maklerketten wegen potenzieller Scheinselbständigkeit der freien Mitarbeiter. Auch ist das Maklergeschäft weniger attraktiv für ambitionierte Neueinsteiger, die sich in den letzten Jahren eher auf die Solarbranche konzentriert haben, in die auch zahlreiche altgediente Maklerkollegen „abgewandert“ sind.


Grundsätzlich zeigt sich jetzt, was eigentlich jedermann hätte klar sein müssen: Wo große Verdienstchancen warten, lauern auch enorme Risiken. Risiken, die im vergangenen Jahrzehnt falsch bewertet worden sind - auch von Profis. Möglicherweise unbeabsichtigt, möglicherweise wurde aber auch bewusst weggesehen, denn investiert wurden meistens die Gelder von Dritten.



Quellen zu dem Beitrag:






Ist die Aufbruchstimmung in Deutschland Fakt oder nur eine große Presseente, auf die allerdings immer mehr Menschen einsteigen und die dadurch zur Self-Fulfilling Prophecy werden könnte - das sollte am Montagmorgen das große Wochenthema werden.


Ganz ohne Substanz scheinen die Meldungen jedoch nicht zu sein. Der wochenlange Höhenflug des Euro beschreibt Kapitalumschichtungen aus dem Dollar-Raum in die Eurozone.


Institutionelle Investoren sehen sich in den USA als "überinvestiert", berichtet das Handelsblatt im Podcast Morning Briefing. Investoren, mit denen ich spreche, möchten daran glauben und kommen in den Immobilienmarkt zurück auf beiden Seiten: Mit Verkaufsofferten, sowie mit Kaufgesuchen. Aber wird die Unzulänglichkeit der Vereinigten Staaten automatisch zur Neustart-Chance für die Deutsche Wirtschaft? Ich bleibe für Sie dran und wünsche einen guten Start in die 23. Kalenderwoche.


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Nitzsche Immobilien
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